Wie wichtig sind Vitamine für unseren Körper?
Posted on 11. Nov, 2011 by Gesundheit-Magazin in Allgemein
Vitamine gehören zu den wichtigsten Vitalstoffen die wir zum Leben brauchen. In den meisten Fällen sind sie essenziell, was bedeutet, dass unser Körper sie nicht selbst herstellen kann. Fehlen sie ganz oder stehen sie nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, werden wir krank. Die Rede ist von den 13 Vitaminen die tagtäglich gebraucht werden um vielfältige Funktionen des menschlichen Organismus in Gang zu halten.
Vitamine sind organische Verbindungen, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Im Gegensatz zu den Pflanzen, die in der Lage sind alle für das Pflanzenleben notwendigen Stoffe selbst herzustellen, können Tiere und Menschen Vitamine nicht selbst herstellen. Eine Ausnahme bildet beim Menschen das Vitamin D, das bei direkter Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet werden kann. Trotzdem reicht die selbst erzeugte Menge bei weitem nicht aus, den täglichen Bedarf zu decken.
Erst zu Beginn der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts kam man den Vitaminen bei der Untersuchung von Mangelerkrankungen auf die Spur. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff Vitamin, der sich zusammensetzt aus den lateinischen Worten für Leben, also “Vita” und “amin”, was auf eine Stickstoffverbindung hindeutet. Heute kennt man auch Vitamine, die keine Stickstoffverbindungen enthalten. Der Begriff wurde trotzdem beibehalten.
Lebenshilfe von den Pflanzen
Nicht nur mit dem lebenswichtigen Sauerstoff hilft uns die Pflanzenwelt. Sie stellt auch die von uns benötigten Vitamine zu Verfügung. Die Menschen brauchen Vitamine für den Aufbau von Körpergewebe, für die Umwandlung von Nahrung in Energie, ganz wichtig für das Immunsystem und die Bildung lebenswichtiger Hormone. Auch bei der Entgiftung des Körpers und bei der Bildung von Enzymen spielen Vitamine eine entscheidende Rolle. Die 13 vom Körper benötigten Vitamine werden in zwei Gruppen unterteilt. Einmal die vier fettlöslichen Vitamine A, D, E, K und die in Wasser löslichen Vitamine wie das C und die Vitamine der B Gruppe. Die organischen Verbindungen der Vitamine sind extrem instabil. Das heißt, sie zerfallen beim Erhitzen oder langer Lagerung sehr schnell, deshalb ist es wichtig, sie so oft wie möglich frisch zu sich zu nehmen. Mutter Natur deckt den Tisch mit Vitaminen fast vollständig mit Gemüse, Weizenpflanzen und Salaten. Auch in Fisch, Eigelb und Geflügel sind, wenn schonend zubereitet, einige Vitamingruppen enthalten.
Vitaminmangel ist der Auslöser für viele Beschwerden und Krankheiten
Unser Körper ist leider nicht so einfach konstruiert wie ein Computer der sich, wenn ihm etwas Wichtiges fehlt mit einer Fehlermeldung zu Wort meldet. Die Warnhinweise unseres Körpers sind subtiler und sie äußern sich in Krankheiten, denen man nicht ansieht, dass sie auf das Fehlen von Vitaminen zurück zu führen sind. Bei uns gut genährten und rundum versorgten Europäern sind diese Vitaminmangelerkrankungen selten geworden. Einzig bei werdenden Müttern, bei Alkoholikern, strengen Vegetariern treten sie aufgrund einer Fehlernährung noch häufiger auf. Aber auch eine regelmäßige Medikamenteneinnahme oder eine falsche Ernährung kann zu einem Vitaminmangel führen. Durch übermäßigen Konsum von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln oder von zu viel Fast-Food können Vitaminmangelerscheinungen auftreten. Ganz besonders bei den Vitaminen die für die Immunabwehr wichtig sind. Bei neueren Untersuchungen über die Auslöser von Krebserkrankungen gerät ein geschwächtes Immunsystem immer mehr ins Fadenkreuz der Wissenschaftler. Ein schwaches oder geschädigtes Immunsystem kann der Auslöser für viele Krankheiten sein. Gerade hier ist eine ausreichende Versorgung des Organismus mit viel frischen Salaten, Cerealien, Gemüse und Obst ganz besonders wichtig.
Viel hilft viel – nicht bei Vitaminen
Es kommt auf die Menge an. Das gilt auch für die Vitamine. Durch eine Vitaminüberversorgung, auch Hypervitaminose genannt, tut man dem Körper nichts Gutes, im Gegenteil. Eine Überdosierung mit den lebenswichtigen Stoffen führt zu anderen Erkrankungen. Eine massive Überdosierung mit Vitamin D kann zu Osteoporose führen, und Beta-Karotin, in großen Mengen fördert bei Rauchern sogar den Lungenkrebs. Aber keine Angst, diese Überdosierungen können mit normaler Nahrung gar nicht erreicht werden. Wenn die Ernährung stimmt und mit den Grundsätzen der WHO übereinstimmt, sind zusätzliche Vitamine aus der Pillendose oder besonders angereicherte Lebensmittel nicht notwendig.
Die Menschheit hat einige hunderttausend Jahre sehr gut mit viel Gemüse, Obst und Salat, wenig Fleisch, ohne raffiniertem Zucker, aber mit viel Bewegung in frischer Luft überleben können – und wir können das auch.
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