Ist Wein tatsächlich gesund?

Posted on 03. Jan, 2012 by in Allgemein

Der Wein ist seit Tausenden von Jahren nicht nur ein wohlschmeckendes Getränk, sondern ebenso bekannt als wohltuend und gesundheitsfördernd. Auch in Deutschland wird der edle Tropfen in fast allen Haushalten zum Essen, zu Veranstaltungen oder einfach zwischendurch genossen. Jedoch hat auch die Wirkung des Weins zwei Seiten wie eine Medaille. Wein kann sowohl positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen wirken als auch zur Gefahr werden.

Inhaltsstoffe der Weine

Das alkoholhaltige Getränk wird durch einen Gärungsprozess aus dem Saft von roten und weißen Weintrauben produziert. Daraus entstehen Rotweine, Weißweine, Roséweine und Schaumweine wie Sekt und Champagner. In unterschiedlicher Herstellung wird der Weißwein allein aus dem Saft der weißen Trauben gewonnen, während der Rotwein vollständig aus der ganzen Traube sowie der Traubenschale gegoren wird. Für die Gesundheit kommt dem Rotwein eine höhere Bedeutung zu, da die wichtigsten Wirkstoffe in den Fruchtschalen und -kernen liegen. Der Wein unterscheidet sich je nach Traubensorte, Anbaugebiet und Herstellungsverfahren. Die Wirk- und Inhaltsstoffe eines Weines sind Säuren, Restzucker, Phenole und Alkohol. Während der Hauptanteil aus Wasser besteht, konzentriert sich der geringere Anteil aus unterschiedlichen Substanzen wie Aromastoffe, Gerbstoffe, Ethylalkohol, unterschiedlichen Zuckerarten wie Glucose oder Fructose, Elektrolyten und auch Vitamine wie Pyridoxin und Ascorbinsäure. Sowohl das Maß des Weinkonsums als auch die Wirkstoffe beeinflussen die Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Wein als gesundheitsfördernder Genuss

Die im Wein enthaltenen Wirkstoffe der Polyphenole schützen als Antioxidantien die Körperzellen vor Sauerstoffradikalen und wirken somit oxidativen Stress entgegen, welcher den Alterungsvorgang und die Entstehung vieler Krankheiten (wie Tumore) beeinflusst. Die Verbindungen der Polyphenole mit dem Alkohol im Wein wirken in Maßen positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem. Wein wirkt gefäßerweiternd, senkt die schädlichen Blutfette und steuert einer Thrombosegefahr durch eine hemmende Reaktion auf die Blutgerinnung entgegen. Mit der gefäßerweiternden Reaktion wird unter anderen auch das Gehirn stärker durchblutet, wodurch eine höhere Konzentrationsfähigkeit hervorgerufen wird. Wein wirkt zudem auf den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel ein. Durch eine Steigerung des Östrogenspiegels bremst Wein die Bildung von Osteoporose. Der Alkohol im Wein wirkt fördernd auf die Funktion der Schilddrüse, der Verdauung und der Geschlechtsdrüsen. Das im Wein zu den Polyphenolen gehörende Resveratrol wirkt Krankheiten wie Arteriosklerose, Arthritis, Alzheimer, Krebs und Autoimmunerkrankungen entgegen.

Unverträglichkeit und Risiken

Ein Übermaß des Weinkonsums hebt die gesundheitsfördernden Wirkungen auf und reagiert entgegengesetzt schädlich auf den menschlichen Organismus. Neben Alkoholabhängigkeit und Sucht verursacht ein überhöhter Weinverbrauch Krankheiten wie Leberzirrrose, Fettleber, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Impotenz, Hormonstörungen oder Schädigungen des Nervensystems. Während ein geringer Weinkonsum stimulierend wirken kann, verursacht ein überhöhter Alkoholgenuss Bewusstseinsstörungen und Störungen der Psyche zum Beispiel in Form von schweren Stimmungsschwankungen. Vorsicht ist geboten bei Konsumenten mit Diabetes. Diabetiker, die auf den Genuss von Wein nicht verzichten möchten, ist es zu empfehlen trockene Weine vorzuziehen, da der Restzucker und Kaloriengehalt in diesen sehr gering ist.

Stehen dem Wein grundsätzlich keine medizinischen Unverträglichkeiten entgegen, so wirkt der dezente Genuss von ein bis zwei Glas Wein am Tag oder auch zum Essen in Verbindung mit einem Glas Wasser für Körper, Geist und Seele durchaus wohltuend. Der gemäßigte Konsum an Wein gilt nicht als wissenschaftliches Arzneimittel, jedoch belegt er positive Auswirkungen auf unterschiedliche Funktionen des menschlichen Organismus.

Foto: © Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com

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